Atemschutzmaske der Filterklasse FFP2 oder 3?

Atemschutzmaske der Filterklasse FFP2 oder 3?

Feinstaub und Aerosole gehören zu den gefährlichsten Einflüssen am Arbeitsplatz. Besonders tückisch ist ihre Unsichtbarkeit, weshalb sie häufig unterschätzt werden. Halbmasken schaffen hier Abhilfe und schützen Dich vor gefährlichen Krankheiten.

Partikelfiltrierende Halbmasken werden in 3 Schutzklassen unterteilt: FFP1, FFP2 und FFP3. Je höher der Zahlenwert, desto weitreichender ist die Schutzfunktion. Sie gehören zur persönlichen Schutzausrüstung (PSA-Richtlinie) und sind nach DIN EN 149 zertifiziert. Nachfolgend stellen wir Dir vor, welche der Klassen Du für welchen Zweck benutzen solltest.

Solltest Du Zahnmediziner oder Arzt sein, reicht im Übrigen eine einfache Mund-Nase-Maske, um den Patienten zu schützen. Geht es hingegen um Infektionen, die über die Luft übertragen werden, müssen partikelfiltrierende Halbmasken zum Einsatz kommen.

Welche Atemschutzmaske zum Lackieren

 

FFP1 Masken

FFP1 Masken filtern mindestens 80 % der sich in der Luft befindlichen Partikel, welche eine Größe von 0,6 Mikrometer nicht überschreiten. Sie schützen weder vor giftigen, noch vor fibrogenen Aerosolen. Sie dienen also eher der Vermeidung von Atemreizungen, als der Vermeidung von Krankheiten.

Eingesetzt werden dürfen sie maximal bis zum 4-fachen Arbeitsplatzgrenzwert. Zudem darf die Leckage nicht die 25 % überschreiten. Im Baugewerbe und in der Nahrungsmittelindustrie werden FFP1 Masken häufig verwendet.

 

FFP2 Masken

FFP2 Masken filtern mindestens 94 % der Partikel, welche eine Größe von 0,6 Mikrometer nicht überschreiten. Sie schützen vor festen und flüssigen Stäuben, Aerosolen und Rauch. Des Weiteren schützen sie vor fibrogenen Stoffen, welche zur Abnahme der Elastizität des Lungengewebes führen können. Der Arbeitsplatzgrenzwert darf höchstens um das 10-fache überschritten werden. Außerdem darf die Gesamtleckage bei maximal 11 % liegen.

FFP2 Masken werden häufig im Bergbau und in der Metallindustrie eingesetzt. Hier können Aerosole, Rauch und Nebel zu Atemwegserkrankungen, wie Lungenkrebs und Lungen-Tuberkolose. Unsere FFP2 Masken bieten den Vorteil eines innovativen Filters, weshalb das Ein- und Ausatmen sehr leichtfällt.

 

FFP3 Masken

FFP3 Masken bieten den bestmöglichen Schutz im Bereich der partikelfiltrierenden Atemschutzmasken. Sie schützen den Träger vor mindestens 99 % der sich in der Luft befindlichen Partikel, die nicht größer als 0,6 Mikrometer sind. Es werden auch krebserregende und radioaktive Stoffe gefiltert. Auch der Schutz vor Krankheitserregern, wie Bakterien, Viren und Pilzsporen wird gewährleistet.

Der Arbeitsgrenzwert darf maximal um das 30-fache überschritten werden. Bitte beachte in diesem Zusammenhang, dass die Gesamtleckage lediglich bei 5 % liegen sollte. In der Regel werden FFP3 Masken in der Chemiebranche eingesetzt.

 

Welche Atemschutzmaske für was?

FFP1 Masken sollten nur bei geringsten Belastungen eingesetzt werden, die nicht giftig sind. Beispiele sind das Kehren von Böden und der Umgang mit Heu, Getreide und Mehl.

FFP2 Masken schützen Dich bei der Holzbearbeitung. Schleifen und Schneiden von Weichholz ist mit ihnen unbedenklich. Auch Farben (ohne Chromanteil) können abgeschleift oder abgebürstet werden. Im Baugewerbe können vielfältige Tätigkeiten mit ihnen unbeschadet überstanden werden. Beispiele sind: Zement-Arbeiten, Verputzen, Fliesenlegen, Dachdecken, Maurerarbeiten, Isolierarbeiten, sowie der Umgang mit Spachtelmasse. Des Weiteren schützen Dich diese Masken vor Metallstaub, der beim Bohren, Schleifen, Fräsen und Flexen entsteht. Auch bei der Müllbeseitigung können die Masken zum Einsatz kommen. Außerdem helfen sie Allergikern vor Hausstaub, Pollen und Tierhaaren.

FFP3 Masken schützen Dich bei der Bearbeitung von Hartholz. Zudem kann der Kontakt mit chromhaltigen Farben und wasserlöslichen Anstrichen (Arsen, Chrom, Kupfer) stattfinden. Weiterhin ist der Schutz vor Asbest etwas besser, als der bei einer FFP2 Maske. Dennoch sollte sich eine derartige Belastung stark in Grenzen halten. Schweißarbeiten mit Edelstahl und Aluminium, sowie Hartlöten, können ebenfalls ausgeführt werden. Im Bereich der Metallbearbeitung können zusätzlich legierte Stähle gebohrt, geschleift, gefräst und geflext werden. Außerdem können medizinische Abfälle und radioaktiv belastete Stäube entsorgt werden. In der Landwirtschaft kannst Du Dich weiterhin Tierseuchen und Schimmelsporen aussetzen. Mediziner können sich mit FFP2 Masken vor Bakterien, Viren, Infektionen und Legionellen schützen.

 

Welche Atemschutzmaske bei Schimmel?

Vor Schimmel schützen Dich FFP3 Masken zuverlässig. Geht es um einen Kurzeinsatz und wenig Schimmel, reicht auch eine FFP2 Maske.

 

Welche Atemschutzmaske zum Lackieren?

Atemschutzmaske der Filterklasse FFP2 oder 3

Wer das Lackieren hauptberuflich und regelmäßig macht, sollte sich aus Gründen des Komforts eine Mehrweg-Halbmaske mit Wechselfiltern kaufen. Die Schutzstufe muss bei mindestens FFP2 liegen, weshalb für den unregelmäßigen Einsatz auch solche Masken in Frage kommen.

 

Welche Atemschutzmaske bei Asbest?

Bei großen Asbestbelastungen (4 Millionen Fasern pro Quadratmeter und mehr) hilft nur eine isolierende Vollmaske. Handelt es sich um eine maximale Konzentration von bis zu 100.000 Fasern/Quadratmeter, können FFP2 Masken für maximal 2 Stunden zum Einsatz kommen. Bis zu einer Asbestkonzentration von 300.000 Fasern/Quadratmeter können FFP3 Masken für maximal 2 Stunden verwendet werden.

 

Welche Atemschutzmaske bei Holz?

Bei der Holzbearbeitung können sowohl FFP2- als auch FFP3-Masken zum Einsatz kommen. Harthölzer, wie Eiche, Buche und Tropenholz sollten nur mit FFP3 Masken geschnitten und geschliffen werden. Gleiches gilt für den Kontakt mit Farbstoffen, die Arsen, Kupfer oder Chrom enthalten.

 

Welche Atemschutzmaske zum Schleifen?

Vor Metall- und Holzstaub schützen Atemschutzmasken der Klasse FFP2. Sind Harthölzer (Eiche, Buche, Tropenholz), Arsen, Chrom, Kupfer und/oder hochlegierter Stahl/Edelstahl im Spiel, muss die Schutzstufe bei FFP3 liegen.

 

Welche Atemschutzmaske für China?

In den großen Ballungsräumen Chinas, wie beispielsweise in der Stadt Peking, sind die Feinstaubkonzentrationen teils stark erhöht. Hier können alle 3 Typen der partikelfiltrierenden Atemschutzmasken zum Einsatz kommen. FFP1 Masken schützen vor nicht-toxischen Feinstäuben bis zum 4-fachen Grenzwert. FFP2 Masken können bereits leicht giftige Feinstäube, bis zum 10-fachen Grenzwert, erfolgreich abwehren. Die Fachsprache benennt solche Belastungen als mindergiftigen Staub. FFP3 Masken können giftige Feinstäube bis zum 30-fachen Grenzwert erfolgreich abhalten.

Wer gedenkt, einen Urlaub in China zu machen, ist mit FFP2 Masken gut bedient. Geht es um tägliche Belastungen in sehr bedenklichen Bereichen, sollte die Schutzstufe FFP3 lauten.

 

Welche Atemschutzmaske bei Glaswolle?

Vor Glaswolle schützen Dich Atemschutzmasken mit der Schutzstufe FFP2.

 

Welche Atemschutzmaske bei Atomunfall?

Radioaktive Stoffe können nur von Atemschutzmasken mit einer Schutzstufe ab FFP3 aufgehalten werden. In näherer Umgebung, zwecks Analyse und Krisenbewältigung, sind natürlich komplette Schutzsysteme, inkl. Vollmaske, absolute Pflicht.

 

Welche Atemschutzmaske bei Tuberkulose?

Giftige Stoffe, die radioaktiven, biologischen und/oder chemischen Ursprungs sind, können langfristig eine Lungen-Tuberkulose verursachen. Diese Krankheit nimmt leider zu. Präventiv helfen Atemschutzmasken der Schutzstufe FFP3.

 

Welche Atemschutzmaske bei Vulkanausbruch?

Vulkanasche ist äußerst toxisch. Damit sie den Körper nicht schädigen kann, sollte eine FFP3 Maske getragen werden. Öffentliche Behörden geben meist einen Maximalabstand zum Ausbruchsort an. Dieser sollte auf keinen Fall unterschritten werden.

 

Welche Atemschutzmaske für Graffiti?

Beim Sprühen von Graffiti entstehen Belastungen, die der Arbeit als Lackierer ähneln. Am komfortabelsten ist der Einsatz von Halbmasken mit Wechselsystemen. Die Schutzstufe sollte bei mindestens FFP2 liegen.

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